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Ein längst vergessener Ritualmord aus Österreich!

von Manuel C. Mittas

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Während bei uns natürlich auch berechtigt vorwiegend über die Fälle Epstein, Dutroux, Kampusch, Sachsensumpf berichtet wird oder wurde, möchte ich das Feld von vorne aufrollen und Euch in einer speziellen Serie, längst vergessene bis nahezu unbekannte, Frauen bzw. Ritualmorde, näher bringen.

in dieser Artikel-Reihe werde ich Euch ein paar bis heute ungeklärte und vor allem längst vergessene Ritual-Morde an Kindern bzw jüngeren Frauen aus Österreich und Italien präsentieren.

Fangen wir in Österreich an:

Quelle: https://www.wienerzeitung.at/themen/100-jahre-republik/100-jahre-republik-chronik/958264-Der-Mord-am-Russendenkmal.html

1958:
Der Mord beim „Russendenkmal“ Die Ermordung der Mannequin-Schülerin Ilona Faber wird bis heute als Cold Case geführt. Die damals 21-jährige Tochter eines hohen Ministerialbeamten war nahe dem Heldendenkmal der Roten Armee (im Volksmund „Russendenkmal“) am Schwarzenbergplatz vergewaltigt und erwürgt worden.

Für das damals noch junge Medium Fernsehen war es das erste Verbrechen, über das im großen Stil berichtet wurde.

Ein schnell ausgeforschter Verdächtiger wurde ein Jahr später wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Jahre danach tauchte ein Schuh des Opfers in der Wohnung eines Verstorbenen auf.

2002 behauptete eine Frau aus Wien, ihr mittlerweile verstorbener Mann habe ihr schon knapp nach dem Verbrechen den Mord gestanden. Ermittlungen konnten das nicht bestätigen.

Das Heldendenkmal der Roten Armee (im Volksmund „Russendenkmal“) am Schwarzenbergplatz. Der Mord, der hier 1958 verübt wurde, ist bis heute ungeklärt.

Aber fangen wir von vorne an:

Recherchen einer ORF Journalistin, die zu diesem Zeitpunkt selbst direkt in der Nähe des Wiener Schwarzenbergplatzes lebte, wo das Russendenkmahl steht, ergaben das die junge Ilona Faber an diesem Ort nicht getötet, sondern lediglich ihr Leichnam dort abgelegt wurde.

Ihre Recherchen ergaben damals angeblich zuerst eine Spur in den Wiener Nobelbezirk Döbling, wonach hinter vor gehaltener Hand, diverse Menschen aus den höchsten Kreisen der Wiener Gesellschaft, als Verdächtige genannt wurden, Ilona Faber im Rahmen von Rituellem Missbrauch getötet zu haben und ihre Leiche dann im 1 Bezirk bei Russendenkmahl ablegten.

(Anmerkung, die Quelle hierfür ist dem Autor bekannt)

Eine zweite Spur führte zu einer Wohnung in die vom Fundort ums Eck liegende Wiener Prinz Eugen Strasse:

Etwa gleichzeitig mit der Entdeckung des Mordes lag der Polizei ein Bericht vor, nach dem in einer „Nobelwohnung in der Prinz-Eugen-Straße“ Orgien mit jungen Mädchen abgehalten würden.

Hohe Herren verkehrten dort, Politiker, Minister, Adelige. Die Nachbarn hatten am fraglichen Tag aus der Wohnung einen Schrei gehört, einen Mädchenschrei…

Die Polizei kombinierte: Ilona Faber war gar nicht am Hochstrahlbrunnen ermordet worden, es war in der Prinz-Eugen-Straße geschehen, man hatte sie erst von dort in den Park gebracht. Wirklich eine ganz große Sache…

Ein Sittenskandal, der den Fall Montesi von Paris und das Ballett Rose (man beachte die Namensgleichheit wie im Fall Dutroux wo die Kindersexparties mit Angehörigen des Königshauses „Rosa Ballett“ hießen) in den Schatten stellen würde.

Das offizielle Narrativ zu diesem Fall ist bis heute etwas anders:

lona Faber war eine 21-jährige Mannequinschülerin, die sich am Abend des 14. Aprils 1958 im Kino einen Film angesehen hatte.

Das Schwarzenberg-Kino zeigte an diesem Abend Elvis-Presleys „Gold aus heißer Kehle“. Am Heimweg vom Kino ging Ilona über den Schwarzenbergplatz, als hinter dem Russendenkmal ein Mann hervorsprang, sie hinter das Denkmal zerrte, vergewaltigte und erwürgte.

Damals stand hier noch routinemäßig eine Polizeiwache, sprich ein Polizeibeamter.

Ihr war ein verdächtiger Mann aufgefallen, der rasch verhaftet werden konnte.

Es handelte sich um einen dreißigjährigen Arbeitslosen namens Johann Gassner, seine Fußspuren waren mit denen, die hinter dem Hochstrahlbrunnen gefunden worden waren, identisch.

Gassner war bereits mehrfach vorbestraft, allerdings galt er als homosexuell, hin und wieder war er als „Strichjunge“ unterwegs.

Trotzdem gab es Indizien, wie einen Ohrring Ilonas, der am Naschmarkt gefunden worden war (hier war Gassner Stammgast), die schlussendlich zum Prozess führten.

Ilona war die Tochter eines hohen Beamten im Kabinett des damaligen Handelsministers Fritz Bock, Ministerialrat Dr. Ludwig Faber, um so mehr wurde der Fall in der Öffentlichkeit diskutiert.

Faber forderte nun von seinem Chef, dass die Todesstrafe für Sexualdelikte wieder eingeführt werden solle, und Bock kämpfte tatsächlich dafür.

Der Fall wurde als erstes großes Verbrechen im damals neuen Fernsehen gezeigt.

Als der Prozess abgeschlossen war, hielten vier Geschworene Gassner für schuldig, vier jedoch glaubten an seine Unschuld. Der Angeklagte wurde daher im Zweifel freigesprochen.

Vier Jahre nach dem Mord wurde bei einer Hausdurchsuchung eines anderen Mannes Ilonas Schuh gefunden.

Möglicherweise war also er der echte Täter. Tatsächlich – im Jahr 2002 – behauptete eine Wienerin, dass ihr verstorbener Mann Eduard S. ihr den Mord gestanden hätte.

Und da soll sich die Polizei mit einem kleinen Lumpen wie diesem Gassner befassen? Er ist vorbestraft, hat in seinem ganzen Leben nur 360 Tage gearbeitet und ist obendrein als Homosexueller bekannt. Man läßt ihn laufen und greift ihn sich erst viel später wieder, als sich die Sache mit der Prinz-Eugen-Straße als falsche Fährte erwiesen hat.

Der Vorsitzende erkundigt sich in der Verhandlung nach diesem Vorgang – forschend und mitleidslos. Und ein Polizeirat muß zugeben, daß man Gassner freigelassen hat, um den „Täter von der Prinz-Eugen-Straße“ verhaften zu können.

„Aus optischen Gründen also?“ fragte der Vorsitzende.

So konnte es denn also in diesem Prozeß dem geschickten Verteidiger gelingen, die Indizienbeweise der Polizei zu entwerten. Die Stimmung schlug allmählich zugunsten des Angeklagten um, die Kritik richtete sich immer mehr gegen die Polizei.

Es gab Protokolle, die nicht stimmten, Polizisten, die ganz anders aussagten als Kriminalbeamte, Beamte schließlich, die zugeben mußten, ihre Aussage besprochen und verabredet zu haben.

Gassner wurde in der Mordsache freigesprochen. Die alten Leute sitzen wieder um den Hochstrahlbrunnen. Sie sprechen vom Prozeß und von der armen Illona Faber – und auch von Gassner und den Polizisten.

Gassner könnte Zeuge gewesen sein wie man die Leiche der Ilona Faber beim Russendenkmahl ablegte und sich als armer Gauner in Folge einfach den Schmuck der Leiche nahm. Doch das ist natürlich nur spekulativ

Und die G’schicht in der Prinz-Eugen-Straße, der „Wiener Montesi-Skandal“? Es wurde natürlich nichts daraus…wir kennen das Phänomen ja bis heute, sobald die Spuren in gewisse Kreise führen passieren seltsame Ermittlungspannen und am Ende wird der Akt einfach geschlossen.

und so blieb der Mord bis heute unaufgeklärt.

Doch die Spuren in die höchsten Kreise des Wiener Establishments waren eindeutig und vorhanden, warum man allerdings als Opfer für die vermeinliche Ritualorgie die Tochter eines Ministerialrates wählte sorgt bis heute für verschiedenste Spekulationen.

Quellen:
1.,http://ki3.at/der-fall-ilona-faber
2.,http://cityabc.at/index.php/Kriminalfall:_Der_Mord_an_Ilona_Faber
3., https://www.derstandard.at/story/923189/erhebungen-im-44-jahre-alten-mordfall-von-ilona-faber
4.,http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=77309695416&kupoContext=default
5.,http://www.bildarchivaustria.at/Pages/ImageDetail.aspx?p_iBildID=392914

Im 2 Teil werde ich Euch einen Fall aus den 1960ern in Italien, präsentieren.

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Recherchenetzwerk Satanismus und rituelle Gewalt

von Manuel C. Mittas

Während bei uns natürlich auch berechtugt vorweiegend über die Fälle Epstein, Dutroux, Kampusch, Sachsensumpf berichtet möchte ich das Feld von vorne aufrollen und Euch in einer speziellen Serie, längst vergessene bis nahezu unbekannte, Ritualmorde, näher bringen.

in dieser Artikel-Reihe werde ich Euch ein paar bis heute ungeklärte und vor allem längst vergessene Ritual-Morde an Kindern bzw jüngeren Frauen aus Österreich und Italien präsentieren.

Fangen wir in Österreich an:

1958:
Der Mord beim „Russendenkmal“Die Ermordung der Mannequin-Schülerin Ilona Faber wird bis heute als Cold Case geführt. Die damals 21-jährige Tochter eines hohen Ministerialbeamten war nahe dem Heldendenkmal der Roten Armee (im Volksmund „Russendenkmal“) am Schwarzenbergplatz vergewaltigt und erwürgt worden.

Für das damals noch junge Medium Fernsehen war es das erste Verbrechen, über das im großen Stil berichtet wurde. Ein schnell ausgeforschter Verdächtiger wurde ein Jahr später wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Jahre danach tauchte ein Schuh…

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