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The Irishman // Scorsese Desinfo Mafiaepos?? Und versteckte Botschaften rund um E Howard Hunt!

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►► Quellen:
► https://en.wikipedia.org/wiki/I_Heard_You_Paint_Houses
► https://www.youtube.com/watch?v=PWCYanma0YM&t=239s

Martin Scorseses The Irishman dauert 208 Minuten, also etwa dreieinhalb Stunden. Diesen Film zu sehen, besonders sein langes anmutiges Ende, ist, als würde sich ein Kreis schließen. Als er 47 Jahre alt war, drehte Scorsese sein preisgekröntes Mafiadrama Good Fellas, in dem der Protagonist sagt, er wollte schon „immer ein Gangster sein“. Mit 76 Jahren konzentriert der Filmemacher sich nun auf einen traurigen Mafioso, der nur will, dass seine Tochter zurückruft.

Scorsese ebnete mit seinen einflussreichen Mafiafilmen den Weg für Serien wie Die Sopranos, die wiederum den Beginn des Serienbooms einläuteten. Doch ironischerweise blitzte der Filmemacher mit seinem Projekt The Irishman in Hollywood zunächst ab. Netflix hat schließlich sein „teures Experiment“, wie Scorsese es nennt, finanziert. Am 14. November kam es in die deutschen Kinos, ab dem 27. November steht es nun exklusiv auf dem Streamingdienst bereit. Scorsese hat oft betont, dass er das Drama ohne Netflix nie hätte machen können, aber natürlich tut es ihm auch weh, dass die Menschen sein bildgewaltiges Epos vielleicht vom Sofa aus sehen.

The Irishman beginnt mit einer ähnlichen Kamerafahrt wie Good Fellas. Auch hier schlängelt sich die Kamera reizvoll vorwärts. Doch diesmal folgt sie nicht einem aufstrebendem Mobster und dessen Geliebter in das schillernde Gekröse eines Nachtclubs, sondern während das wunderschöne In the Still of the Night seinen wehmütigen Doo-Wop-Zauber versprüht, schleicht die Kamera den Teppichflur eines langweiligen Altersheims entlang, vorbei an Ärzten und Pflegern, bis sie schließlich bei einem weißhaarigen, alten Mann verharrt. Verlassen sitzt er in einem Rollstuhl. Hier landen sie also, die Mafiosi von Scorsese, wenn sie nicht von einer Autobombe in die Luft gejagt worden sind.

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