Die „Operation Zucker und die Jagdgesellschaft „

Die „Operation Zucker und die Jagdgesellschaft „

In „Jagdgesellschaft“ geht es um Kinderprostitution in Deutschland. Viele wird der Film verstören – ist es doch eine Illusion zu glauben, so etwas komme hierzulande nicht vor.

Vor ziemlich genau sieben Jahren, am 16. Januar 2013, musste das Erste Deutsche Fernsehen das Leben ein bisschen schöner schneiden, als es vermutlich ist. Am Ende des Spielfilms Operation Zucker war das rumänische Mädchen Fee gerade erst aus den Händen eines Kinderhändlerrings befreit worden, als es in der vorletzten Szene des Films der Polizeibeamtin wieder entrissen wurde.

Die Freiwillige Selbstontrolle FSK, die den Film wegen der DVD-Auswertung prüfte, stellte damals fest: Das ist zu viel für Zwölfjährige, also zu viel für 20.15 Uhr.

Das Ende ohne jede Hoffnung wurde weggeschnitten, die gekürzte Version gezeigt. Der vollständige Film lief dann erst nach Mitternacht.

In der sehr breiten Masse sehr durchschnittlicher deutscher Fernsehfilme gibt es selten einen, der in Erinnerung bleibt. Manchmal, wie beim Polizeiruf vom vergangenen Sonntag, weil erzählerisch und schauspielerisch Außergewöhnliches zu sehen ist; und manchmal, weil eine beeindruckende Geschichte erzählt wird. Operation Zucker war nicht nur besonders, weil er vom Jugendschutz geschnitten wurde. Auch in der kurzen Version war die Geschichte über rumänische Kinder, die in Deutschland an Freier verkauft werden, ein fast unerträglich deprimierender Film.

Jagdgesellschaft erzählt von deutschen Kindern, die in sehr adretten deutschen Einfamilienhäusern leben, von dort aus in ähnliche Häuser gebracht werden, wo sie als Beilage zu Schampus, Koks und Kaviar serviert werden.

Die beiden Mädchen Lucy und Vanessa werden aus scheinbar bürgerlichen Verhältnissen fremden Männern als Prostituierte vermietet: Mami (Jördis Triebel) schminkt sie, Vati (Sebastian Hülk) fährt sie im Kofferraum des SUV zum Termin.

Männer aus der guten Gesellschaft

https://www.stern.de/familie/leben/operation-zucker-zweiter-teil-bei-kinderprostitution-ist-die-realitaet-schlimmer-als-jeder-film-6659484.html

Zusammengehalten werden die beiden Filme von der LKA-Beamtin Karin Wegemann, gespielt von Nadja Uhl, die in Teil eins mehrere Kinderschänder verhaften ließ, am Ende aber doch an einem System scheiterte, in dem sehr mächtige Menschen sich gegenseitig bei sehr gruseligen Dingen decken. Auch in Jagdgesellschaft sind es wieder Männer aus der guten Gesellschaft (in der man im Zweifel schon den entscheidenden Staatsanwalt oder Richter kennt), die sich kleine Mädchen liefern lassen, um an ihnen ihre Machtfantasien auszuleben.

Und wie bei Operation Zucker ist die Botschaft der Macher: Diese Dinge gibt es wirklich. Sie passieren jeden Tag. So jedenfalls schreibt es ARD-Programmdirektor Volker Herres im Presseheft.

https://tpc.googlesyndication.com/safeframe/1-0-37/html/container.html

Wer diesen Film sieht, hat danach unglaublich viele Fragen, weshalb es sicher gut ist, dass die ARD im Anschluss Sandra Maischberger in ihrer Talkshow über das Thema diskutieren lässt. Eine Psychologin vom Verein „Innocence in Danger“ ist eingeladen, ein ehemaliger Kriminalhauptkommissar, ein ehemaliger Odenwald-Schüler, eine Gerichtsreporterin und ein Beauftragter der Bundesregierung.

Operation Zucker wurde am 6. Juli 2012 beim Filmfest München uraufgeführt und erstmals am 16. Januar 2013 im Fernsehsender Das Erste ausgestrahlt. Aufgrund einer geplanten DVD-Veröffentlichung prüfte die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft den Film und gab ihn ab 16 Jahren frei. Dies hätte seine Ausstrahlung vor 22 Uhr ausgeschlossen.

Um ihn dennoch am 16. Januar zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr zeigen zu können, ließ die ARD eine gekürzte Fassung herstellen, die von der FSK ab 12 Jahren freigegeben wurde. Am 17. Januar um 00.20 Uhr lief die ungekürzte Version.[1][2]

Hier können Sie den Ersten Teil OPERATION ZUCKER sehen:

Der Film beginnt, wo Kinder verkauft und missbraucht werden. Bei der Beobachtung eines Berliner Clubs, der einem Ring von Kinderhändlern als Tarnung dient, machen zwei Kommissare eine explosive Entdeckung: Ein angesehener Richter ist einer der Kunden, die bearbeitende Staatsanwältin Lessing eine alte Freundin von ihm. Eines der Kinder, das dort gezwungen wird zu arbeiten, ist die zehnjährige Fee aus Rumänien. Als eine Razzia im Club ins Leere läuft, gelingt Fee die Flucht. Ist die Staatsanwältin zu Beginn noch ungläubig, so wird sie bald zur Verbündeten der jungen Kommissarin Wegemann. Immer tiefer geraten sie in den Sumpf von Unrecht, Menschenhandel und Schattenleben. Wem kann man noch trauen, wenn sich Täterkreise von Politik und Justiz gegenseitig schützen?

Im Anschluss an die Ausstrahlung von „Jagdgesellschaft“ fand im ARD bei Maischberger eine Gesprächsrunde zu dieser Thematik statt:

Zusätzlich möchte ich Ihnen noch folgenden Film empfehlen:


Sie wollen künftig keine Sendung auf TheFalseFlag oder Out of the Box Talk TV verpassen, dann folgen Sie uns in unserer Telegram Gruppe wo Sie immer 30 Minuten vor Beginn von neuen Sendungen oder NewClips, hingewiesen werden, daher werde ich ab sofort alle Sendungen vorab in dieser Telegram Gruppe, auf den Sendungsbeginn für etwaige Produktionen verweisen, bzw diese dort ankündigen:

https://t.me/OutOfTheBoxTV

Zum Abschluss noch eine Strassenumfrage die ich im Sommer 2019 auf Wiens grösster Einkaufsmeile gemacht habe und das Ergebnis war erschreckend:

LINKS:

https://www.jugendschutz.net/hotline/

https://www.kein-taeter-werden.de/

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